Datenschutz-News

Aktuelle Meldungen

Intime Daten richtig schützen

Impfpass, Allergiebericht, Rezepte, Befunde. Wenn der Patient das will, kann dies alles ab 1. Januar in die neue elektronische Patientenakte (ePA) hochgeladen werden. Patienten können per Handy oder Tablet darauf zugreifen. Doch was zunächst praktisch klingt, hat auch seine Tücken. Die Neumarkter Datenschutzexpertin Isabella Mohr erklärt, warum Patienten genau überlegen sollten, ob sie gleich im Januar damit beginnen sollten.

Die elektronische Patientenakte und die DSGVO

Mit der ePA können ab Januar 2021 Befunde, Rezepte, Allergieberichte usw. zentral in eine digitale Akte hochgeladen werden. Alle wichtigen medizinischen Daten sind dann zentral an „einer Stelle“ hinterlegt. 

Der Nutzer muss sich die ePA- App auf sein Smartphone oder Tablet herunterladen und kann dann alle medizinischen Daten aus dieser App heraus verwalten. 

Der Nutzer kann bsp. dem Hausarzt erlauben Befunde hochzuladen und kann Fachärzte freischalten diese zu lesen. Auch kann man Apotheken freischalten E-Rezepte einzusehen. 

Soweit die Theorie. Doch in Sachen Datenschutz hat die ePA derzeit ein großes Problem. 

H&M – Rekordbußgeld für das Ausspähen von Mitarbeiterdaten

Hamburgs Landesdatenschutzbeauftragter hat ein Bußgeld von 35,3 Millionen Euro gegen den schwedischen Moderiesen Hennes & Mauritz (H&M) verhängt. Dies ist ein neuer Rekord für Bußgeldbescheide bei DSGVO-Verstößen. H&M hatte über einen langen Zeitraum hinweg Mitarbeiter eines Serviceteams in seiner Niederlassung in Nürnberg ausgespäht.

Bild: Billion Photos/Shutterstock Bild: Billion Photos/Shutterstock

Vor allem Reiserückkehrer hat es in der Corona-Pandemie schwer getroffen: Die Nachricht „Sie sind positiv!“ bedeutet gleichzeitig ab sofort Arbeiten im Homeoffice. Doch wie soll das gehen? Normalerweise ist die Einrichtung eines Heim-Arbeitsplatzes mit viel Vorbereitung verbunden. Von jetzt auf gleich einen Arbeitsplatz im eigenen Heim einzurichten und gleichzeitig den Datenschutz in gleichem Maße wie im Büro zu gewährleisten, ist nicht einfach.

Bild: Billion Photos/Shutterstock Bild: Billion Photos/Shutterstock

Mit der EU-DSGVO haben Einwilligungen einen völlig neuen Stellwert bekommen. Die Zeiten, in denen man einfach so an alle seine Kunden Werbeanschreiben verschicken konnte, war mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung vorbei. Seit Mai 2018 geht ohne Einwilligung des Kunden oder Betroffenen gar nichts mehr. Erst wenn Kunden oder Betroffene zugestimmt haben, ist es erlaubt, sie anzuschreiben oder deren personenbezogene Daten zu verarbeiten.

Wie Daten beim Arztbesuch sicher bleiben

Es ist ein typischer Montagmorgen in einer Arztpraxis. Patienten, die schon am Wochenende mit Beschwerden gekämpft haben, stehen an der Anmeldung und wollen schnell drankommen. Haarklein beschreiben sie der Sprechstundenhilfe, was sie plagt. Hinter ihnen warten schon andere Patienten in der Schlange und bekommen alles mit – ob sie wollen oder nicht. Dabei muss das nicht sein, sagt Isabella Mohr, Datenschutzexpertin aus Neumarkt. In der MZ gibt sie Patienten Tipps zum richtigen Umgang mit ihren medizinischen Daten.